Mahzoong crack

M anchmal nimmt Hassan einen Käfer vom Boden auf, ruft ihm «How are you!» zu und verspeist ihn mit knackendem Geräusch. Danach sinken seine Augen wieder ab in ihre dunklen Höhlen, und sein Körper bewegt sich wieder in Monotonie vor und zurück wie für eine unsichtbare Arbeit. Die Kette, die sich an Hassans Fussgelenken befindet, schleift dabei über den Betonboden. Das Geräusch, das sie macht, klingt nach einem Glöckchen im Kampf gegen die Dunkelheit.

Hassan sitzt auf der Veranda des Habwanaag-Heims in Hargeisa, der Hauptstadt Somalilands. Es ist heiss. Hassan weiss nicht, wo er ist, er wäscht sich nicht mehr, er schreit nächtelang. Er ist einer von rund vier Millionen Menschen in Somalia, die laut Schätzungen der WHO vom Mai 2011 psychiatrische Hilfe brauchen. Danach wäre Somalia das Land mit den meisten Geisteskranken weltweit – es gibt aber landesweit nur drei Psychiater. Die Masse der von Krieg, Hunger und Drogen Versehrten bekommt keine professionelle Hilfe. Sie laufen auf den Strassen herum, werden angefahren, verprügelt, missbraucht. Und in jedem fünften somalischen Haushalt liegen sie in Ketten.

«Das Inkettenlegen ist ein Business geworden», sagt der Leiter des Hargeisa Group Hospital, Mohammed Ahmed Arabeto. Als der Chirurg das staatliche Krankenhaus in Hargeisa vor kurzem übernahm, hat er das Anketten verboten. «Manchmal muss man einen Menschen fixieren», sagt er, «aber nur, wenn er eine Gefahr für sich oder andere darstellt. In Somalia liegen viele harmlose Menschen nur deshalb an der Kette, weil man so mit ihnen Geld machen kann.»

Das Jugendinformationszentrum veröffentlicht ein Faltblatt in Form eines Handys mit den Hamburgern Notfallnummern für Jugendliche. Das "Notfallhandy" ist so konzipiert, dass Jugendliche das Informationsblatt bequem bei sich tragen können.

Die Broschüre mit Ferien- und Erholungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Eltern ist kostenlos in unserem Infoladen im Dammtorwall 1 erhältlich. Hier geht es zur PDF-Version.

Die Beratungsstelle Radikalisierung bietet kompetente Beratung, wenn Jugendliche in Gefahr sind, sich zu radikalisieren. Unter der Hotline (0911) 943 43 43 finden Freunde, Lehrer und Angehörige Tipps, wie Betroffene aus der Radikalisierungsspirale zurück geholt werden können. Zudem gibt es die Broschüre der Beratungsstelle jetzt bei uns im Infoladen oder als Download hier. (PDF, 1,3 MB)

Der Nebel in der Zürcher Polizeiaffäre lichtet sich: Zwar laufen noch immer Strafverfahren gegen fünf Stadtpolizisten der Abteilung «Milieu- und Sexualdelikte», der früheren Sittenpolizei. Die Ermittlungen richten sich aber hauptsächlich gegen zwei Mitarbeiter dieser Abteilung, wie gut informierte Personen sagen. Bei den beiden Männern handelt es sich um langjährige Mitarbeiter der Abteilung; sie stehen seit mindestens 2006 in deren Dienst.

Die Männer stehen im Verdacht, im Rotlichtmilieu geheime Polizei-Informationen verraten und dafür Sex, Essen und Getränke erhalten zu haben. Die Vorwürfe reichen mindestens bis in den Sommer 2012 zurück. Die zwei Männer befinden sich in Untersuchungshaft, genau gleich wie eine weitere Mitarbeiterin. «Die Polizistin spielt im Vergleich zu den beiden festgenommenen Beamten eine untergeordnete Rolle», sagt deren Anwalt. «Ihr wird kein andauerndes und langjähriges Fehlverhalten vorgeworfen.» Der Anwalt hofft, dass seine Mandantin nach den Einvernahmen nächste Woche aus der Untersuchungshaft entlassen werde.

Auch gegen den stellvertretenden Chef der Abteilung läuft noch ein Strafverfahren. Er soll Mitarbeiter begünstigt und Hinweisen auf deren Fehlverhalten nicht nachgegangen sein. Valentin Landmann, Anwalt des 43-Jährigen, sagt aber: «Die Vorwürfe haben sich als haltlos erwiesen, und der Staatsanwalt hat signalisiert, er werde das Verfahren einstellen.» Sein Mandant befinde sich zurzeit in einem zehntägigen Erholungsurlaub und werde anschliessend wieder seine Arbeit aufnehmen. «Es sind keine disziplinarischen Massnahmen gegen ihn verhängt worden.»


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